Wir wehren uns gegen den Plan des dänische Energiekonzerns Dong Energy in Emden auf dem Rysumer Nacken eine Kohlekraftwerk zu bauen.
Diesen Kraftwerkstyp genehmigen die Dänen in ihrem eigenen Land nicht mehr. Deutschland hingegen bietet mit seiner alten Emissionsschutzgesetzgebung auch schmutzigen Kraftwerken noch eine Chance auf Genehmigung. In direkter Nachbarschaft des begehrten Standorts befinden sich ein EU Vogelschutzgebiet und ein Flora Fauna Habitat Gebiet (FFH Gebiet). Die Nachbargemeinde Krummhörn ist eine Tourismusregion und nicht weit entfernt liegen die Ostfriesischen Inseln, die Tourismusmagneten an der niedersächsischen Nordseeküste.
Dong Energy plant:
ein klimaschädliches Steinkohlekraftwerk ohne Kraftwärmekopplung mit einer elektrischen Leistung von 1600 MW
die Anlieferung der Kohle über die Ems.
ein Kesselhaus mit einer voraussichtlichen Höhe von ca. 100 m und Schornsteine mit mehr als 100m Höhe. Es kann auch ein Kühlturm gebaut werden, für den Fall, dass der Kühlwasserbedarf aus der Ems bei Ebbe nicht ausreicht.
bei Volllast die Verbrennung von ca. 10 000 Tonnen Kohle pro Tag, also etwa 3-3,5 Millionen Tonnen im Jahr
Kohle zu importieren. Es handelt sich bei Importkohle oft um sogenannte „Blutkohle“, die unter z.T. menschunwürdigen Bedingungen gefördert wird und die Lebensgrundlagen der Menschen in den Herkunftsländern zerstört.
nicht den Einsatz neuester Technik, wie etwa die CCS Technik (Carbon Capture and Storage). Erst im November 2008 bezeichnete der Entwicklungschef des dänischen Energiekonzerns Dong Energy Power, Rudolph Blum, diese Technologie als zu teuer (Quelle: die tageszeitung, 24.11.2008).
ein Kraftwerk, das im Rahmen des Bundesemissionsschutzgesetzgebung und der darin enthaltenden veralteten „Technischen Anleitung Luft“ genehmigt würde. Damit hätte Dong Energy es nicht mal nötig, neueste Filtertechnik einzusetzen!
Aus den Schornsteinen würden trotz Filteranlagen diverse Schadstoffe in die Atemluft entweichen! Beispielhaft genannt werden an dieser Stelle: Cadmium,
Thallium, Quecksilber, Arsen, Nickel, Blei, Schwefeldioxid,
lungengängige Feinstäube und im schlimmsten Falle sogar Dioxine.
Diese Giftstoffe können unter anderem zu Herz-Kreislauf Erkrankungen (Schlaganfall oder Herzinfarkt), Erkrankungen der Atemwege (Asthma) oder zu Allergien führen. Allein Quecksilber kann zu Hirn- und Nervenschäden oder zu Intelligenzstörungen schon bei Föten im Mutterleib führen.
Vis à vis auf der niederländischen Seite der Emsmündung in der Provinz Groningen sind zwei weitere Kohelkraftwerke geplant. Im emsländischen Dörpen und in Wilhelmshaven sind ist je ein weiteres in Planung. Werden diese Pläne wahr entstünde an der Emsmündung ein Kohlekraftwerksstandort mit einem gigantischen Ausstoß von Treibhausgasen und Schadstoffen. Diese werden je nach Windrichtung über ganz Ostfriesland und darüber hinaus verteilt. Die austretenden Schadstoffemissionen bedrohen unsere Gesundheit und wichtige Wirtschaftsfaktoren der Region, wie den Tourismus und die Landwirtschaft. Ganz besonders betroffen wäre die Nordseeinsel Borkum, deren größter Rohstoff, saubere Luft, gefährdet wird. Das ist eine Unmöglichkeit für unseren wichtigen Wirtschaftszweig Tourismus und wäre für die Kur- und Heilkliniken auf den Ostfriesischen Inseln das Todesurteil! Zusammen mit dem bereits vorhandenen Werk in Wilhelmshaven hätten wir es dann mit im Umkreis von weniger als 70 km um Emden herum mit sechs Kohlekraftwerken zu tun!
Gegen diesen finalen Amoklauf einer auslaufenden Kraftwerkstechnologie wehren wir uns!
Die Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland e.V. setzt sich ein für den Klimaschutz und die Erhaltung und Verbesserung der Luft-, Wasser- und Lebensqualität in Ostfriesland sowie die Förderung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Entwicklung in der Region.
Dazu gehört es insbesondere, die Planung, den Bau und den Betrieb von Steinkohlekraftwerken in Ostfriesland zu verhindern, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Aus Gründen des Klima- und Naturschutzes sowie aus ethischen Gründen lehnt die Bürgerinitiative den Neubau von Kohlekraftwerken ab und setzt sich ein für die Stärkung des Standortes Emden als Drehscheibe für regenerative Energie. Sie begrüßt den Ausbau emissionsarmer, erneuerbarer Energien, wie z. B. Windkraft, Photovoltaik und der Gewinnung von Energie aus Biomasse. Denn einer neueren Studie des Umweltbundesamtes zur Folge ist der Ausstieg aus der Atomkraft auch ohne den Neubau von Kohlekraftwerken zu bewältigen. Durch intelligentes Energiemanagement, den Ausbau erneuerbarer Energien in Kombination mit effizienten Gaskraftwerken kann die langfristige Energiegewinnung Umwelt und gesundheitsfreundlicher gestaltet werden, als zur Zeit geplant. Die Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, dass dieser Weg eingeschlagen wird.
Wir sind nicht gegen den Bau eines Kraftwerks in Emden. Wir sind aber strikt gegen den Bau von klimaschädlichen uneffizienten Kohlekraftwerken, die geschätzte 40-60 lange Jahre neue Wege in der Energieversorgung blockieren, unsere Lebensgrundlagen zerstören und unsere Gesundheit schädigen, die dafür sorgen, dass der Klimawandel weiter angeheizt wird und dazu beitragen, dass uns irgendwann das Wasser bis zum Halse steht! Wir sind dagegen, dass unsere Landesregierung es zulässt, das moderne Alternativen, etwa Gaskraftwerke nicht in Erwägung gezogen werden.
Der Bau von Kohlekraftwerken widerspricht in allen Punkten dem so wichtigen Grundsätzen des Umwelt-, Klima- und Naturschutzes und bestehende, standortsichere Arbeitsplätze im Tourismus und Kurbetrieb würden zerstört. Deshalb machen wir mobil gegen diese Pläne werden gemeinsam Druck auf Betreiber und Landesregierung ausüben, damit neue Wege in der Energieversorgung gegangen werden und Ostfriesland nicht zur klimaschädigenden Dreckschleuder wird.
Eine solche Entwicklung wollen und können wir uns nicht leisten!
In folgendem Artikel erfahren Sie, welche masiven Auswirkungen der Neubau von Kohlekraftwerken in Deutschland mit dem Hunger in Kolumbien zu tun hat. Lesen Sie hier ein Interview der TAZ mit dem Historiker und Politologen Sebastian Röttgers, der bei der Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland als Referent für Bergbau arbeitet.
Anlässlich des 1. Jahrestages des Weltnaturerbes Wattenmeer konnten wir endlich, die mit viel Engagement gesammelten und geleisteten, Unterschriften gegen die Planung von Kohlekraftwerken an denMinisterpräsidenten Wulff übergeben.Da mehrere Versuche der BI einen offiziellen Termin beim Ministerpräsidenten zu bekommen scheiterten, nahmen wir jetzt den unkonventionellen Weg. Die Gelegenheit war gut, feierte man in Schillig doch das Wattenmeer als Weltnaturerbe und sich selbst als Bewahrer dieser einzigartigen Naturlandschaft. Das aber in Land und Kommunen immer noch Kohlekraftwerke an der Wattenmeerküste gewünscht und gebaut werden, steht im krassen Gegensatz zum Weltnaturerbeschutz. Da kam uns diese Veranstaltung gerade recht den Protest und die Bedenken der Bevölkerung in Form eines dicken Packen Unterschriften an Herrn Wulff zu übereichen. Wir hoffen, dass er diese Meinungsäußerung der Menschen nicht wegwirft
und seinem Nachfolger im Amt zur Kenntnis und Mahnung übergibt!!!!!
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle die mitgesammelt und an alle die, die unterschrieben haben!
Die BI Zuivere Energie lädt ein zu einem Informationsabend zum Thema Kohlekraftwerke in Eemshaven. Die Veranstaltung findet statt in Roodeschol. Titel des Abends: Was Groningen Seaports/RWE/NUON lieber nicht über die Kohlekraftwerke in Eemshaven erzählen.
Wenn ich das richtig recherchiert habe ist das hier die Adresse.
Um die Stadt Emden langfristig davor zu schützen, dass an der Knock doch noch ein Kohlekraftwerk gebaut wird, ist es wichtig, den Standort des Kraftwerksstandortes aus dem Landesraumordnungsprogramm streichen zu lassen. Dazu haben wir die Stadt Emden und den Rat aufgefordert. Warum und wie das geschehen soll, lesen Sie am besten selbst in dem offenen Brief, den wir dazu verschickt haben.